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Patientenakten im Bundesarchiv in Berlin

 

Krankenblatt Bedburg-Hau

 

Ab sofort personenbezogene Suche nach Patientenakten online möglich!


Dass meine Tante Anna heute einen festen Platz im Familiengedächtnis hat, war unter anderem möglich, weil ich ihren Namen auf einer nach deutschem Recht illegalen Namensliste im Internet gefunden habe. Die öffentliche Nennung der Namen von "Euthanasie"-Opfern wurde durch Archivregelungen lange verhindert.

2018 gab es eine wegweisende Änderung. Seitdem ermöglicht das Bundesarchiv eine personenbezogene Suche in einer Online Datenbank, die auf den Namen von etwa 30.000 Opfern der „Aktion T4“ basiert.

siehe auch Namen von Euthanasie-Opfern

 

Im Berliner Bundesarchiv werden etwa 30.000 Patientenakten der ersten Phase der NS-"Euthanasie” Aktion "T4" archiviert. Sie wurden 1990 im ehemaligen “NS-Archiv” des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR gefunden. Ca. 40.000 weitere Akten von den insgesamt 70.000 Menschen die bis August 1941 der "Aktion T4" zum Opfer fielen, gelten als vernichtet.

Die Patientenakten unterstehen besonderen Benutzungsbedingungen und können für wissenschaftliche Forschungsvorhaben sowie von den nächsten Angehörigen eingesehen werden.

     

Postadresse

Bundesarchiv

Postfach 450 569

12175 Berlin

Besuchsadresse
Berlin-Lichterfelde

Finckensteinallee 63

12205 Berlin

Tel.: 03018/7770-0

Fax: 03018/7770-111

E-Mail:   berlin@barch.bund.de

URL:      http://www.bundesarchiv.de

 

Hinweise zur Benutzung personengebundener Unterlagen im Bundesarchiv

Weitere Auskünfte

Auch in den heutigen Gedenkstätten an den Orten der ehemaligen "Euthanasie"-Tötungszentren gibt es Informationen.

   
Brandenburg bei Berlin Sonnenstein/Pirna bei Dresden
Grafeneck bei Stuttgart Bernburg bei Magdeburg
Hartheim bei Linz in Österreich Hadamar bei Koblenz

 

Wenn es um Menschen geht, die im Laufe der "dezentralen Euthanasie" nach 1941 ermordet wurden, gestalten sich die Nachforschungen um einiges schwieriger. In Einzelfällen bekommt man vielleicht Informationen in den ehemaligen Heil- und Pflegeanstalten, in denen die Betreffenden Patienten waren, oder in kommunalen bzw. Landesarchiven.

Im Verlauf meiner Spurensuche ergaben sich zahlreiche Kontakte mit  Archiven, verschiedenen Institutionen und Verwaltungen. Nicht immer verhielten sie sich kooperativ. Mal bekam ich keine oder nur eine sehr späte Antwort auf meine Anfrage, mal wurden neben der ärztlichen Schweigepflicht das postmortale Persönlichkeitsrecht oder andere Hinderungsgründe für einen ablehnenden Bescheid bemüht. Die Datenschutzvorschriften sind außerdem von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, was die Angelegenheit zusätzlich verkompliziert. Doch trotz einiger sehr negativer Erfahrungen war die Mehrzahl der Menschen, die ich um Auskunft und Informationen gebeten habe, überaus entgegenkommend. Unter dem Strich zeigen meine Erfahrungen, dass es entscheidend von den einzelnen Mitarbeitern abhängt, inwieweit der vorgegebene rechtliche Rahmen ausgeschöpft wird.


siehe auch


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